«Künstliche Intelligenz» klingt nach Laboren und ferner Zukunft. Tatsächlich begegnet sie uns aber den ganzen Tag – meist so unauffällig, dass wir es gar nicht merken.
Im Postfach
Dein E-Mail-Programm sortiert Werbung und Betrugsversuche aus, bevor du sie siehst. Dahinter steckt ein Modell, das aus Millionen markierter Nachrichten gelernt hat, wie typischer Spam aussieht. Es wendet dieses Wissen auf jede neue Mail an.
In der Foto-Galerie
Tippst du «Strand» oder «Hund» in die Suche deines Handys, findet es passende Bilder – auch ohne dass du je etwas beschriftet hast. Ein Bilderkennungsmodell hat gelernt, Objekte auf Fotos zu unterscheiden.
Wichtig: In all diesen Fällen «denkt» die KI nicht. Sie erkennt Muster, die sie in unzähligen Beispielen gesehen hat – und schätzt, was am wahrscheinlichsten passt.
Unterwegs
Navigations-Apps schätzen Staus und Ankunftszeiten aus vielen anonymen Bewegungsdaten. Auch das ist eine Vorhersage: Sie kann sich irren, trifft aber meist erstaunlich gut.
Beim Übersetzen
Übersetzungs-Apps wandeln Sätze in Sekunden um. Sie wurden mit riesigen Mengen an Satzpaaren trainiert und haben dabei gelernt, wie Sprache typischerweise zusammenhängt.
Wenn du verstehen willst, wie dieses Lernen abläuft, schau in die Erklärung, wie eine KI lernt.